Dana Meyer Stahlskulpturen und Undine Bandelin Malerei
Der Thronfolger steht sinnbildlich für Macht, die weitergereicht wird – selten hinterfragt und meist ohne Alternative. Er trägt Erwartungen, Projektionen und den permanenten Druck, in eine Rolle zu schlüpfen, die längst vor ihm geschrieben wurde. Ob in politischen Systemen oder am heimischen Esstisch: Hierarchien, Abhängigkeiten und feine Machtverschiebungen werden permanent ausgehandelt. Zwischen Größenwahn und Verletzlichkeit, Inszenierung und innerem Konflikt zeigt sich Macht nicht nur als Herrschaft, sondern als fragile Konstruktion.
Der Thron wird zur Bühne, auf der gesellschaftliche wie private Rollen immer wieder neu verhandelt, behauptet oder zum Wanken gebracht werden.